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Die Plakette ziert das Nikolaus Groß – Haus in unserer Bonifatius-Gemeinde. Es ist das Gemeindehaus, oder wie man früher zu sagen pflegte, das Pfarrheim der Gemeinde.

Die wichtigen Lebensabschnitte sind auf der Plakette schon wiedergegeben: Ausbildung in einem Blechwalzwerk und zum Kohlenhauer und zu der Zeit Eintritt in den Gewerkverein christlicher Arbeiter.

Von dieser beruflichen Situation führte ihn das Leben an den Schreibtisch eines Gewerkschaftssekretärs. Zunächst in der Jugendarbeit, später in der Zentrale der christlichen Gewerkschaften mit Tarifverhandlungen unter den damals heiklen volkswirtschaftlichen Bedingungen befasst.

Wenige Jahre später avanciert Nikolaus Groß zum Zeitungsmann, wird Redakteur, später Chefredakteur eines großen Verbandsorgans.

Hier führte Nikolaus Groß seinen publizistischen Abwehrkampf gegen die „Todfeinde“ der Republik: Kommunisten und Nationalsozialisten. Immer wieder predigte er unter Berufung auf die Fuldaer Bischofskonferenz seinen Lesern, dass der Nationalsozialismus zu „fundamentalen Wahrheiten des Christentums in schroffem Gegensatz steht“.

Nikolaus Groß hat als Publizist eine klare und eindeutige Sprache gepflegt. Er redete Klartext, wie man heute so sagt. Klartext auf Basis seiner christlichen Werte und Überzeugungen, der damit auch Widerstand in der NS-Zeit leistete. Und das auch im vollen Bewusstsein seiner Verantwortung für eine 8-köfpige Familie.

Nikolaus Groß folgt dem Aufruf Jesu zu Wahrhaftigkeit und Zuverlässigkeit. „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein“. (Mt 5,37). Er folgte dieser jesuanischen Weisung mit großer Konsequenz und kann damit für viele Menschen Vorbild in der Haltung sein.

Am 7.10.2001 wird er als Märtyrer des Glaubens seliggesprochen.

Georg Heßbrügge

PS: Ein Einblick in die Kirche der Bonifatius-Gemeinde mit einem besonderen Blick auf das Rossettenfenster findet sich auch hier: https://www.kirche-dortmund-nordost.de/impressionen-aus-dem-pastoralen-raum-einblick-in-die-kirche-der-bonifatiusus-gemeinde/

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