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Am Anfang eines neuen Jahres kommen neue Pläne in Umlauf: die Terminkalender werden gefüllt, die Schulferien werden in den Blick genommen, in Gemeinden und Gruppen werden die Aktivitäten abgesprochen. Und schnell passiert es, dass plötzlich nicht nur geplant ist, sondern man verplant ist. Unser Kollege, der über die Pläne des Pastoralteams wacht, sprach mit vor ein paar Tagen an und sagte: Du hast noch 3 Wochen Urlaub für 2023, die Du noch nicht eingetragen hast. Ja, ich bin mir des Versäumnisses bewusst. Aber ich konnte sehr erleichtert antworten: ‚ich weiß, ich habe noch nicht alles geplant. Ich weiß noch nicht, was ich wann machen werde, und will das auch noch gar nicht wissen. Ich will in das neue Jahr auch mit Freiräumen hineingehen, ich will nicht auch die freien Momente noch verplanen Es tut mit jetzt gut zu wissen: ich habe noch viele Zeit vor mir: es werden wieder viele Termine, Veranstaltungen, Gottesdienste, Beerdigungen sein, wo ich dabei bin. Aber es auch viel Zeit geben, die ich noch gestalten kann oder die mir noch geschenkt wird.

Neben allen notwendigen Planungen möchte ich mir die freie Zeit erhalten, in der sich vieles entfalten kann, was ich heute noch nicht sehe. Ich möchte mich für Überraschungen öffnen. Ich möchte auch spontan etwas erleben dürfen. Ich möchte auch dem Heiligen Geist keine Fesseln anlegen. In einem modernen Geistlichen Lied wird genau das ausgesprochen: „Verplante machen selber Pläne… (Liederbuch Auf der Suche 651, 2) Der Titel des Liedes heißt: „Wie ein Traum wird es sein“. Diese Träume wünsche ich mir für das Neue Jahr: Selber Pläne machen – und vielleicht auch ganz spontan.
Reinhard Bürger, Pfarrer

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