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Diese Aussage, die Leonardo da Vinci zugeschrieben wird, ist ja schon ein wenig seltsam. Eigentlich bindet man einen Esel, einen Ochsen oder ein Pferd vor einen Karren, da mit diesem in der Regel schwere Lasten transportiert werden müssen, oder vielleicht muss er auch aus dem Dreck gezogen werden. Ganz irdisch: Bodenkontakt, vollgepackt, schwer – die Wirklichkeit unseres Lebens.

Ein Stern dagegen steht für die Sehnsucht nach Weite, nach Leichtigkeit, nach Orientierung, nach dem Himmel. Wer also den Karren seines Lebens an einen Stern bindet, vertraut auf Kräfte, die nicht von dieser Welt sind, himmlische Kräfte eben.

Da denkt man doch gleich an Träumer, Spinner und Verrückte. Die Chance steckenzubleiben, scheint hoch zu sein. Was ist dann aber mit den drei Weisen aus dem Morgenland, die uns im Matthäusevangelium begegnen? Sie sind doch Träumer gewesen! Nur aufgrund einer ungewöhnlichen Sternenkonstellation, die auf die Geburt eines neuen Königs der Juden hinweist, verlassen sie, ohne sicher zu sein, dass ihre Vermutung stimmt, ihr Zuhause. Der Stern hat ihnen den Mut zu ihrem Aufbruch gegeben. Allen Widrigkeiten zum Trotz folgen sie unbeirrt diesem Licht in der Dunkelheit. Der Stern weist ihnen nicht nur den Weg, sondern er gibt ihnen auch die Kraft, diese Reise bis zu ihrem Ziel, bis zu dem göttlichen Kind und seiner Mutter Maria, durchzuhalten. Ihr Traum, einen neuen König zu finden, ist wahr geworden.

„Den Karren seines Lebens an einen Stern binden“ bedeutet, sich von seiner Sehnsucht leiten zu lassen, seiner Vision vom Leben zu trauen.

Und wovon träumen Sie? Wagen Sie Ihren Traum!

Martina Rohrbeck

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