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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
In jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

So steht es im Evangelium nach Markus an diesem Sonntag.

Endzeitstimmung! Endzeitstimmung?

Es ist schon merkwürdig, dass es eine Neigung geben könnte, dieses Jesuswort irgendwie mit dem in Verbindung zu bringen, was gerade auf dieser unserer Erde passiert. Wir sorgen uns darum (wie ich finde zu recht), dass unser Umgang mit dem Planeten zu einem irreparablen Schaden führt bzw. schon geführt hat und wir ihn damit für nachfolgende Generationen unbewohnbar machen.

Auch auf der gerade zu Ende gegangenen UN-Klimakonferenz vielleicht wieder ein paar Trippelfortschritte, aber kein wirklicher Durchbruch in diesem Thema. Alle sind wieder einmal viel zu egoistisch, nationalistisch, als wirklich Schritte nach vorn gestalten zu können.

Wie textete Gerd Kern schon vor rund 50 Jahren:

Nach dieser Erde wäre da keine,
die eines Menschen Wohnung wär‘.
Deshalb Menschen, achtet und achtet,
dass sie es bleibt.
Wem denn wäre sie ein Denkmal,
wenn sie still die Sonn‘ umkreist?

Nun gut: in dem Jesuswort aus dem Evangelium geht es nicht um das Weltenende nach der Klimakatastrophe, sondern um die Perspektive SEINES Kommens. Wie das sein wird, können wir uns nicht vorstellen. Es wird sicher nicht so sein, wie wir uns das vorstellen. Sicher: Größer. Schöner. Göttlicher.

Aber eins ist gewiss: Wir brauchen vorher unsere Erde nicht noch kaputter machen, als sie sowieso schon ist.

Georg Heßbrügge

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