Seit dem 30.8.2026 kann man in St. Johannes Baptista Kurl die Ausstellung „Gott liebt die Fremden“ sehen. Viele Menschen leben heute weltweit fern von ihrer Heimat. Weltweit werden 250 Millionen Migranten und 15 Millionen internationale Flüchtlinge gezählt – etwa dieselbe Anzahl an Binnenflüchtlingen gibt es.
Die Motive für eine Flucht sind sehr, sehr unterschiedlich, und nicht selten fühlen sich Fremde an ihrem neuen Aufenthaltsort unwillkommen. Flüchtlinge und Asylsuchende, die zu uns kommen, bringen oft traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit mit. Nicht wenige hoffen auf eine bessere Zukunft, gelockt und getrieben von Schleppern, die Geschäfte mit der Not der Menschen machen. Nicht alle erreichen ihr Ziel, viele sterben auf der Flucht (Hunger, Hitze, Erschöpfung, ertrinken im Mittelmeer).
Fremde leben mitten unter uns. Das so genannte christliche Abendland ist herausgefordert, wie diesen Menschen zu begegnen ist. Wo können Flüchtlinge und Asylsuchende heute durch konkrete Begegnungen etwas von der Liebe Gottes und der biblisch gebotenen Hilfe für Zuflucht suchende Fremde erfahren? Wo erleben Migranten, dass sie als Menschen, als Geschöpfe Gottes nach seinem Bild, respektiert, geschätzt, sogar geliebt sind? Wo erfahren sie, dass gerade auch sie als Fremde die gleiche Menschenwürde haben? Die oben genannte Ausstellung bringt uns die Stimme der Bibel zu Gehör und kann hoffentlich Fragen hinsichtlich des Umgangs mit Fremden unter uns aufwerfen und Denkanstöße geben.
Ich möchte dieses Thema auch gerne zum Anlass nehmen und allen Engagierten in unseren Gemeinden danken, die sich in der Vergangenheit und bis heute für Fremde in unserer Mitte einsetzen und das sehr oft durch ganz konkrete Hilfe und Unterstützung.
Und uns allen rufe ich nochmals die Worte aus dem Lukasevangelium in Erinnerung: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt“ – und das gilt für alle Menschen.
Die Ausstellung kann noch am Sonntag (13.9.) in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr besucht werden und am Mittwoch (16.9.), selbiges Zeitfenster.
